Wie die Pflegekräfte von New York ihren größten Arbeitskampf gewannen von Shella Dominguez

Shownotes

Das Gesundheitswesen wird zunehmend zu einem Schauplatz von Arbeitskämpfen. Die Krankenpflegerin Shella Dominguez aus New York berichtet, wie sie und ihre Kolleginnen den größten Pflegestreik in der Geschichte der Stadt für sich entschieden.

Artikel vom 19. Juni 2026: https://jacobin.de/artikel/new-york-pflegekraefte-streik-arbeitskampf-usa

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00:00:00: wie die Pflegekräfte von New York ihren größten Arbeitskampf gewann.

00:00:05: Das Gesundheitswesen wird zunehmend zu einem Schauplatz von Arbeitskämpfen.

00:00:10: Die Krankenpflegerin Sheller Dominguez aus New York berichtet, wie sie und ihre Kolleginnen den größten Pflegestreik in der Geschichte der Stadt für sich entschieden.

00:00:26: Ich gehöre zu den beinahe die am größten und längsten Pflegestreik in der Geschichte New Yorks teilnahmen.

00:00:34: Ich arbeite im Mount Sinai Morningside Hospital auf einer chirurgischen Überwachungsstation, und einer internistisch-chirurgischen Station, auf denen Patienten mit unterschiedlichen Bedürfnissen behandelt werden.

00:00:48: Aufgrund des unterschiedlichen Pflegebedarfs kann es eine Herausforderung sein, eine solche gemischte Station sicher zu besetzen.

00:00:57: Als ich vor einigen Jahren begann – mich bei meiner Gewerkschaft der New York State Nurses Association, NWICSAN-SNA zu engagieren war für mich der Hauptgrund der Personalmangel im Krankenhaus.

00:01:10: Ich arbeite seit zehntausendachzehn in Mount Sinai Morningside bin aber schon sehr viel länger als Krankenpflegerin tätig zunächst auf den Philippinen und später dann in Florida wo man das Wort Gewerkschaft nicht einmal aussprechen oder mit Kollegen über die Gründung einer Berufsvertretung reden kann ohne gerügt zu werden.

00:01:31: Als Morningside-Pflegekräfte in den Vertrag verhandelten, unterstützte ich meine Kollegen durch die Teilnahme an öffentlichen Verhandlungssitzungen per Zoom.

00:01:43: Mit dem letzten Tarifvertrag konnten wir verbesserte und durchsetzbare Standards im Hinblick auf die Personalbemessung erreichen.

00:01:51: Pflegekräfte hatten nun endlich die entsprechenden Mittel unser Krankenhaus zur Rechenschaft zu ziehen wenn es sie mit zu vielen Patienten gleichzeitig überlastete und somit die Patientensicherheit gefährdete.

00:02:04: Letztes Jahr erstritten Morningside-Pflegekräfte über eine Million Dollar an Entschädigungen für Pflegepersonal, das unter chronischem Personalmangel auf zwei verschiedenen Stationen arbeitete.

00:02:15: In zwei verschiedenen Schiedssprüchen – darunter einem am Vorabend des Vertragsablaufs – nutzten wir unseren Vertrag um die Patientenversorgung zu sichern.

00:02:25: Die neutralen Vermittler prüften die Beweislage und Wiesen das Krankenhaus an, mehr Pflegekräfte einzustellen um die Patientensicherheit zu gewährleisten.

00:02:40: Genau diese Art von Verantwortung versuchte uns die Krankenhausleitung im Laufe der aktuellen Verhandlungsrunde zu entziehen.

00:02:47: Während der aktuellen Tarifverhandlungen und des Streiks war ich Mitglied des Gewerkschaftlichen Führungsgremiums.

00:02:57: Obwohl ich während der letzten Verhandlungsrunde einen guten Einblick hatte, war ich auf den veränderten Kurs der Führungsebene dieses Mal nicht vorbereitet.

00:03:07: Ab September verhandelten wir um Verbesserungen bei der sicheren Personalbemessung zu erreichen unsere Gesundheitsleistung zu sichern Pflegekräfte und Patienten vor Gewalt am Arbeitsplatz und künstlicher Intelligenz zu schützen Unsere besonders Schutzbedürftigen Patienten und Mitarbeiter abzusichern und Gehaltserhöhungen zu erzielen, damit wir uns das Leben in New York leisten und mehr Pflegekräfte für die Versorgung am Bett gewinnen und halten können.

00:03:36: Normalerweise arbeiten Pflegekäfte eng mit der Krankenhausleitung zusammen um die Versorgen zu verbessern und auftretende Probleme zu lösen.

00:03:45: Doch während der Verhandlungen war es schockierend zu erleben wie feindselig die Führungsebene den Pflegekräften Als würden wir nichts für das Krankenhaus leisten, als würden wir nur zusätzliche Kosten verursachen.

00:04:04: Anstatt mit uns über Personalbesetzung, Sicherheit, Bezahlung und Sozialleistungen zu verhandeln, schien man mehr als bereit zu sein, uns mit teuren Leibpflegekräften zu ersetzen – und pralte sogar damit!

00:04:17: Als deutlich wurde, dass unsere Krankenhäuser sich weigerten, unsere Gesundheitsleistungen weiterzuführen und in gutem Glauben über unsere Prioritäten sahen sich die Pflegekräfte von Mount Sinai Morningside und West gezwungen zusammen mit den Pflegekräften des Mount Sinay Hospital, Montefiore und New York Presbyterian in den Streik zu gehen.

00:04:39: Einige der reichsten Krankenhäuser der Stadt arbeiteten zusammen um uns hinzuhalten, zu verzögern und in den Streich zu zwingen.

00:04:49: Streik schafft Gemeinschaftsgefühl.

00:04:53: Ich erinnere mich an die ersten Streiktage.

00:04:55: ich war total motiviert und bereit für unsere Rechte zu kämpfen.

00:04:59: Es war eiskalt.

00:05:01: Aber zu sehen, wie meine Kollegen aus allen Abteilungen des Krankenhauses zusammenhielten, war so herzerwärmend!

00:05:08: Wir waren schon vorher wie eine Familie – aber der Streik hat uns noch enger zusammengeschweißt.

00:05:14: Wir haben jeden Tag miteinander gesprochen und sowohl uns gegenseitig als auch die unterschiedlichen Herausforderungen, denen sich die Pflegekräfte in den verschiedenen Bereichen des Krankenhauses stellen müssen besser

00:05:27: verstanden.".

00:05:29: Wir sind gemeinsam marschiert und haben uns an der Streiklinie umarmt.

00:05:33: Und diese Kommunikation, die Solidarität bestehen auch nach dem Streich fort!

00:05:40: Der Streik hat uns verändert – wir waren in der Kampfzone und bereit gemeinsam durchzuhalten weil wir wussten dass es sich lohnt für unsere Sache zu kämpfen.

00:05:49: Was uns nach wochenlangem Ausharen in der Kälte zusätzlich halfdurchzuhalten war die Unterstützung unserer Gemeinde.

00:05:56: Selbst als die Verhandlungen nur schleppend voran gingen und wir entmutigt waren, gab uns die Unterstützung und das Vertrauen unserer Patienten und der Gemeinde Hoffnung und Mut.

00:06:07: Die Patienten und ihre Angehörigen, die während des Streiks vorbei kamen jubelten uns immer zu und hatten freundliche Worte für uns.

00:06:15: Ich erinnere mich noch an das viele Hupem besonders von den Busfahrern.

00:06:20: ich wohne in der Nähe des Krankenhauses und gehe oft zu Fuß zur Arbeit Doch eines Tages stieg ich mit meiner roten NXSNA-Mütze und meinem Schal in den Bus.

00:06:31: Ich drückte auf Stop, um an der nächstgelegenen Haltestelle auszusteigen – aber der Fahrer sagte er würde mich genau dort absetzen wo ich für einen großen Auftritt hin musste!

00:06:41: Er ließ mich direkt vor dem Krankenhaus raus und hubte so laut dass alle jubelten als sich ausstieg und mich dem Streikposten anschloss.

00:06:49: Es war so bestärken zu sehen das die Menschen verstanden dass die Pflegekräfte nicht nur für eine bessere Bezahlung streikten, sondern auch für die Sicherheit unserer Patienten und die Gesundheit der Stadt.

00:07:03: Der Kampf hat sich gelohnt!

00:07:06: Seit unserem ersten Arbeitstag am Valentinstag wurden wir Pflegekäfte herzlich empfangen – alle unsere Kollegen, darunter Physiotherapeuten, Transportmitarbeiter, Sekretäre und Ärzte sagten sie hätten uns sehr vermisst und würden sich über unsere Rückkehr freuen.

00:07:24: Wir wissen, dass uns Herausforderungen bevorstehen – von der Bewältigung der Probleme bei der Wiedereingliederung bis hin zur Durchsetzung unseres neuen Tarifvertrags.

00:07:34: Wir sind auch bereit unsere Gewerkschaftskollegen in ihren Kämpfen zu unterstützen!

00:07:40: Doch im Moment ist es einfach ein gutes Gefühl durchgehalten zu haben und gestärkt zurückzukehren.

00:07:46: Dieser Kampf war notwendig und hat sich gelohnt.

00:07:50: Ohne den Streik hätten wir unsere guten Gesundheitsleistungen nicht behalten

00:07:53: können.".

00:07:54: Wir hätten die Regelungen zur sicheren Personalbemessung nicht durchsetzen und unsere Krankenhäuser nicht dazu bringen können, fast fünfzig zusätzliche Pflegekräfte einzustellen um die Sicherheit unserer Patienten zu gewährleisten.

00:08:24: die wir trotz der gut finanzierten gewerkschaftsfeindlichen Kampagne gegen uns durchgesetzt haben.

00:08:30: Unser Streik war wichtig für die Pflegekräfte in New York und die Gemeinden, die wir betreuen – aber ich glaube dass wir auch viele Pflegekäfte in anderen Städten und Bundesstaaten bestärkt haben.

00:08:41: Wir haben der Welt gezeigt wie zäh und stark die New-Yorker Pflegekrefte sind.

00:08:48: Bereit?

00:08:49: So viel zu opfern!

00:08:51: und sich mitten in einem der kältesten Winter in der Geschichte New Yorks an die Streikposten zu stellen.

00:08:58: Wir haben gezeigt, dass New York eine Gewerkschaftshochburg ist!

00:09:02: Wir haben gezeigt wie mächtig Pflegekräfte sein können wenn sie streiken Und wir haben Pflegekäften überall Hoffnung gegeben.

00:09:11: Wenn wir für unsere Rechte kämpfen erreichen wir vielleicht nicht alles was wir wollen aber wir können das erreichen was Pflege Kräfte und Patienten brauchen.

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