Wie die Deutsche Bank eine Epstein-Whistleblowerin mundtot machte – von Veronica Riccobene und Freddy Brewster

Shownotes

Die Deutsche Bank entließ eine Mitarbeiterin, nachdem sie verdächtige Aktivitäten auf Konten mit Verbindungen zu Jeffrey Epstein und Jared Kushner gemeldet hatte. Der Fall zeigt einmal mehr, wie ein rechtsfreier Raum für Eliten gezielt geschaffen wird.

Dieser Artikel erschien zuerst bei der preisgekrönten, unabhängigen Investigativredaktion The Lever.

Artikel vom 26. Februar 2026: https://jacobin.de/artikel/epstein-kushner-deutsche-bank-eliten-fbi-lever

Seit 2011 veröffentlicht JACOBIN täglich Kommentare und Analysen zu Politik und Gesellschaft, seit 2020 auch in deutscher Sprache. Die besten Beiträge gibt es als Audioformat zum Nachhören. Nur dank der Unterstützung von Magazin-Abonnentinnen und Abonnenten können wir unsere Arbeit machen, mehr Menschen erreichen und kostenlose Audio-Inhalte wie diesen produzieren. Und wenn Du schon ein Abo hast und mehr tun möchtest, kannst Du gerne auch etwas regelmäßig an uns spenden via www.jacobin.de/podcast.

Zu unseren anderen Kanälen: Instagram: www.instagram.com/jacobinmagde X: www.twitter.com/jacobinmagde YouTube: www.youtube.com/c/JacobinMagazin Webseite: www.jacobin.de

Transkript anzeigen

00:00:00: wie die Deutsche Bank eine Epstein-Whistleblowerin Mund totmachte.

00:00:05: Die Deutsche Bank entließ eine Mitarbeiterin, nachdem sie verdächtige Aktivitäten auf Konten mit Verbindungen zu Jeffrey Epstein und Jared Kushner gemeldet hatte.

00:00:15: Der Fall zeigt einmal mehr, wie ein rechtsfreier Raum für Eliten gezielt geschaffen wird.

00:00:21: von Veronica Riccobene und Freddie Brewster Übersetzung von Tim Steins Eine ehemalige Compliance beauftragte der Deutschen Bank hat gegenüber dem FBI angegeben.

00:00:35: Sie sei im Jahr zwei Tausend Achtzehn entlassen worden, nachdem sie bedenken hinsichtlich verdächtiger Bankaktivitäten von Konten des Unternehmers und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sowie von Konton in Verbindung mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn, Berater- und Geschäftspartner von US-Präsident Donald Trump geäußert hatte.

00:00:55: Die Vorwürfe finden sich in einem Bericht des FBI der in den jüngsten Epstein-Pfeils Veröffentlichungen des Justizministeriums enthalten war.

00:01:04: Die ehemalige Anti-Geldwäsche beauftragte, beschreibt gegenüber dem FBI wahnsinnige Kryptowährungstransaktionen zwischen Kuschners Unternehmen und einer russischen Person.

00:01:16: Sie behauptet außerdem sie sei abgestraft worden nachdem sie bedenken hinsichtlich über Hundert politisch vernetzter Personen geäußert hatte die von den sonst üblichen Anti-Geldwäsche Prüfungen ausgenommen worden waren.

00:01:31: Die Deutsche Bank war bereits Gegenstand einer intensiven Prüfung und hat hunderte Millionen Dollar für die Jahre, in denen sie mit Epstein Geschäfte gemacht hatte, gezahlt.

00:01:41: Seit Jahrzehntausend dreizehn hatte die Bank Epstein erlaubt bis zu vierzig Konten zu eröffnen obwohl er zwei tausend acht wegen der sexuellen Kontaktaufnahme mit Minderjährigen verurteilt worden war.

00:01:54: Die neuen FBI-Unterlagen geben Aufschluss über interne Meinungsverschiedenheiten beim Finanzinstitut darüber, wie mit einem der berühmt Berüchtigten Kunden umzugehen sei.

00:02:04: Sie zeigen auch die angeblichen Repressalien gegen Personen, die die Entscheidung des skandalgeplagten Kreditinstituts infrage stellten – Appstienstkundschaft Vorrang vor potentiellen ethischen und rechtlichen Bedenken zu geben.

00:02:20: Offenbar.

00:02:20: Überweisungen an junge Frauen.

00:02:24: Laut dem FBI-Bericht vom zwölften Juli, zehnt neunzehn arbeitete Tammy Hill McFadden bis zweitauchzehn als Compliance beauftragte für Geldwäschebekämpfung der Deutschen Bank in Florida.

00:02:36: Bis sie in einer ... ihrer Meinung nach... Racheaktion entlassen wurde.

00:02:42: McFaden war zuvor bis zwei tausend vierzehn Als Managerin in anderen Compliance Büros der Deutschen bank tätig bis diese Aufgaben nach Indien ausgelagert wurden.

00:02:53: Laut der Befragung durch das FBI äußerte McFadden zwei Tausend Fünfzehn gegenüber ihren Vorgesetzten Bedenken hinsichtlich Transaktionen mit Epstein.

00:03:03: Dieser habe offenbar Überweisungen an junge Frauen, wohl in ihren Zwanzigern getätigt beispielsweise an eine Frau die eine Kunstgalerie in Frankreich besaß.

00:03:14: McFaden teilte ihren Vorgesetzten außerdem mit dass sie nicht mehr an Epsteens Konten arbeiten wolle.

00:03:21: ihr sei lediglich erwidert worden dass Epstein seine Strafe abgebüßt hat.

00:03:26: Ein Verweis auf den Deal des Sexualstraftäters mit dem Bundesstaat Florida im Jahr two-tausend acht.

00:03:33: Im Rahmen dieser Abmachung musste Epstein dreizehn Monate im Gefängnis verbüßen, wobei er aber bis zu zwölf Stunden Freigang pro Tag bekam.

00:03:43: Lever konnte McFerden nicht für eine Stellungnahme erreichen.

00:03:46: Offenbar war sie aber nicht die einzige, die Vorbehalte gegenüber Epstein hegte.

00:03:51: Das gesamte Anti-Geldwäsche-Team bei der Deutschen Bank.

00:03:55: In Jacksonville, Florida wollte die Geschäftsbeziehung zu Epstein beenden – erklärte McFerden den Ermittlern.

00:04:03: Trotzdem habe das Unternehmen nur zögerlich gehandelt und erst nach Epsteins Verhaftungen wegen Menschen handels' Zwei Tausend Neunzehn alle seine Konten geschlossen.

00:04:14: McFerdens Behauptungen stimmen mit Erkenntnissen der Finanzaufsichtsbehörden des Bundesstaates New York aus dem Jahr two-tausendzwanzig überein, als eine Geldstrafe in Höhe von einhundertfünfzig Millionen Dollar gegen die Bank verhängt wurde.

00:04:28: Weil diese von Appstiens Verbrechen profitiert haben soll, indem kein wirksames und rechtskonformes Programm gegen Geldwäsche unterhalten

00:04:35: wurde.".

00:04:37: Die Anschuldigungen stimmen auch mit einer Klage über ein, dass die mehrere Opfer Appstins zwei tausendzweiundzwanzich gegen die Deutsche Bank angestrengt hatten – und in der ihnen schließlich fünfundsiebzig Millionen dollar zugesprochen wurden.

00:04:50: Die Klägerinnen warfen den Führungskräften der Deutschen Bank vor, Profit über das Einhalten von Gesetzen gestellt zu haben.

00:04:58: Das Unternehmen habe wissentlich illegale Finanzaktivitäten im Zusammenhang mit Epstein zugelassen und finanziert.

00:05:05: In dem FBI-Bericht verweist McFadden auch auf bisher unbekannte Vorgänge die ihre Aussage nach die Vergeltungskampagne gegen sie ausgelöst haben.

00:05:18: Habe sie einhundert zwei politisch exponierte Personen gefunden, bei denen es sich um Hochrisikopersonen handele die sofort hätten angegangen werden müssen.

00:05:29: Die Einstufung dieser Personen im internen Geldwäsche-Bekämpfungssystem der Bank war jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

00:05:38: Politischexponierte Personen oder PEPs sind Menschen mit öffentlichen Regierungsstellen in Verbindung stehen und von den Banken im Rahmen der Bekämpfung von Geldwäsche einer genaueren Prüfung unterzogen werden müssen, da sie ein höheres Risiko für illegale Finanzaktivitäten haben können.

00:05:56: McFadden sagt im FBI-Bericht – damit etwas in den Status zurückgestellt versetzt wird muss jemand den Status entsprechend händisch ändern.

00:06:06: Mcfeddon schlug Alarm als sie die Einhundertzwei PEPs fand, die allesamt nicht geprüft worden waren was sie zunächst für ein Versehen hielt.

00:06:15: Laut ihrer Aussage löste sie damit jedoch eine Vergeltungskampagne ihres Vorgesetzten aus, der begann alle ihre Arbeiten zu kritisieren und abzulehnen.

00:06:29: Laut McFadden beeinträchtigten diese Ablehnungen ihre Arbeitsleistung, ließen sie einen Bonus verpassen.

00:06:45: Die Bitte von Lever um eine Stellungnahme wies die Deutsche Bank zurück.

00:06:50: Ganz leicht zu erkennen, dass es ein Problem gab.

00:06:55: Im Jahr nach ihrer Entlassung wandte sich McFadden über die New York Times an die Öffentlichkeit.

00:07:00: Sie behauptete entlassen worden zu sein, nachdem sie versucht hatte verdächtige Aktivitäten von Einflussreichen Personen darunter Kushner und Trump zumelden.

00:07:11: Die Bank erklärte gegenüber der New York times hingegen Zu keinem Zeitpunkt wurden Ermittler daran gehindert potenziell verdächtige Aktivitäten zu melden.

00:07:21: Darüber hinaus ist die Behauptung, dass jemand versetzt oder entlassen wurde um Bedenken in Bezug auf einen Kunden auszuräumen – absolut falsch!

00:07:32: Im Bericht der New York Times wird Epstein, der einige Monate später am sechsten Juli-Zweitausendneunzehn festgenommen wurde nicht erwähnt.

00:07:41: McFadden wurde sechs Tage nach seiner Verhaftung vom FBI befragt.

00:07:45: Die nun veröffentlichte FBI-Befragung wirft außerdem neues Licht auf McFadden's Vorwürfe gegen Kuschner.

00:07:52: Laut McFaden war sie im Jahr zwei Tausend Sechzehn auf ein Geschäftskonto von Kuschener gestoßen, bei dem ganz leicht zu erkennen war dass die Aktivitäten verdächtig waren und es ein Problem gab.

00:08:03: Die meisten Transaktionen erfolgten in Kryptowährung Und McFaddon war nicht in der Lage die Herkunft oder den Empfänger der Gelder zu überprüfen.

00:08:12: heißt das im Bericht?

00:08:15: Kushners Unternehmen schien einen Mitarbeiter in Kryptowährung zu bezahlen.

00:08:19: Im FBI-Bericht wird ferner festgehalten, McFadden habe Kushners Geschäftsaktivitäten als verblüffend und wahnsinnig empfunden – und sie noch nie einen derartigen Geldfluss gesehen haben.

00:08:32: Eine Zahlung schien an eine russische Person zu gehen, deren Namen McFaden online recherchierte.

00:08:38: Sie fand eine vermeintlich gefälschte Website die offenbar erfunden war und auf der die Person als Angestellte von Kushner gelistet war.

00:08:47: Als McFadden, die Website von Kushners Unternehmen besuchte, war die Person dort aber nicht als Mitarbeiter aufgeführt.

00:08:58: McFaden erzählt weiter, ihr Vorgesetzter habe die Bedenken hinsichtlich Kushner als unbegründet eingestuft Und wenn sie auf Nachforschungen bestand sei McFaddon an eine Frau verwiesen worden, die nur als Rose vorgestellt wurde.

00:09:14: Rose war angeblich Kuschners Kundenbetreuerin bei der Deutschen Bank und somit für die Beziehungen und abgehakt worden, nachdem Rose Kontakt zu Kushners Unternehmen aufgenommen hatte.

00:09:49: Das von der Familie Kushner gehaltene Immobilienunternehmen.

00:09:54: Kushner Companies LLC wollte sich zu den Vorgängen nicht äußern.

00:10:00: Als Reaktion auf McFadden's Vorwürfe aus dem Jahr two-tausend neunzehn erklärte ein Sprecher der Kushner companies gegenüber der New York Times damals alle Behauptungen bezüglich der Beziehung zwischen der Deutschen Bank und den Kushner Companies, die Geldwäsche beinhalten sind vollständig erfunden – und absolut falsch.

00:10:22: McFerden weiß nicht ob Trump oder Kushner auf der Liste der einhundertzwei politisch exponierten Personen standen, die im Anti-Geldwäschesystem der Bank nicht als risikoreich eingestuft wurden.

00:10:33: Laut Gerichtsunterlagen hat die Deutsche Bank Epstein jedoch sozusagen Ehrenhalber als PEP gelistet.

00:10:43: Das deutet darauf hin, dass auch er vor allzu starken Kontrollen geschützt war.

00:10:49: Ich vermute das sie diesen Begriff verwenden um Dinge zu verschleiern bemerkte eine anonyme Zeugin in der Klage der Epstein-Opfer gegen die Deutsche Bank.

00:10:57: Epstein war sicherlich ein sehr hohes Risiko aber die deutsche Bank behandelte ihn nicht als einen Hochrisikokunden.

00:11:05: ich denke dieser Status des Ehren PEP wurde erfunden um zu erklären warum er nicht als Kunde mit hohem Risiko behandelt dessen Konten tatsächlich ständig überprüft hätten werden müssen.

00:11:19: Dieser Artikel erschien zuerst bei der preisgekrönten, unabhängigen Investigativredaktion The Leaver.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.