Trump versetzt Kuba in Alarmbereitschaft – von Antoni Kapcia

Shownotes

Drohungen aus den USA ist man in Kuba seit der Revolution von 1959 gewohnt. Doch Donald Trumps Unberechenbarkeit und die sich unter dem Embargo verschärfende Dauer-Wirtschaftskrise stellen das Land vor ungekannte Herausforderungen.

Artikel vom 11. Februar 2025: https://jacobin.de/artikel/embargo-imperialismus-usa-kuba-trump-castro-diaz-canel-havanna

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00:00:00: Trump versetzt Kuba in Alarmbereitschaft.

00:00:04: Drohungen aus den USA ist man in Kuba seit der Revolution von neunzehnhundertneinundfünfzig gewohnt, doch Donald Trumps Unberechenbarkeit und die sich unter dem Embargo verschärfende Dauerwirtschaftskrise stellen das Land vor ungekannte Herausforderungen.

00:00:19: Von Antoni Kaptscher Übersetzung von Tim Steins Nach der verblüffenden und völkerrechtswidrigen Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA richtete sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit vor allem auf Donald Trumps bald folgende Drohungen, ungeachtet der möglichen Reaktionen und der Zukunft der NATO, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen.

00:00:45: Auch seine mit Drogenhandel begründete aggressive Haltung gegenüber Kolumbien wurde registriert.

00:00:50: Am meisten durch die von Trump ausgegebene Donro-Doktrin bedroht, dürfte allerdings Kuba sein.

00:00:56: Der US-Präsident knüpft damit stolz an Erklärungen der USA von eighteenhundertdreiundzwanzig unter James Monroe und nineteenhundertvier unter Theodor Roosevelt an – die bis in die neunzehnhundert dreißiger Jahre die Politik der USA gegenüber Lateinamerika prägten und den Kontinent als US-amerikanischen Hinterhof betrachteten.

00:01:17: Seit den Tagen von Thomas Jefferson spielt Kuba eine wichtige Rolle im Agieren der USA in der Karibik und Mittelamerika.

00:01:25: Die Maduro-Aktion hat die US-Politik in der Region jedoch auf ein neues Level gehoben.

00:01:30: Mit dieser offenen militärischen Operation auf dem südamerikanischen Festland scheinen die USA anzudeuten, dass es heute keine Grenzen mehr für ihr Engagement in ganz Amerika gibt.

00:01:41: Kuba scheint dementsprechend in der Schusslinie für zukünftige US-Interventionen zu sein oder etwa nicht?

00:01:48: Auf Kriegsfuß.

00:01:51: Einerseits erscheint dies naheliegend, zumal Trumps Handlungen kaum vorherzusehen sind.

00:01:57: Nach seinen Drohungen gegenüber Grönland empfahl er Kubas Präsident Miguel Díaz-Canell seine Politik zu ändern wenn er nicht dasselbe Schicksal wie Maduro erleiden will.

00:02:06: Darüber hinaus macht sich US-Außenminister Marco Rubio ein Exilkubaner der zweiten Generation seit langem für aggressivere Sanktionen gegen Kuba stark die nach wie vor in Kraft sind und in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt verschärft wurden, sowie für einen noch interventionistischeren Ansatz um dem derzeitigen politischen System Kubas endgültig ein Ende zu setzen.

00:02:29: Tatsächlich lässt sich Rubius Einfluss möglicherweise auch in Trumps jüngstem Dekret vom neunundzwanzigsten Januar wieder erkennen worauf wir später noch näher eingehen wollen.

00:02:38: Die Kubanerinnen und Kubane auf der Insel haben währenddessen ihre eigenen Schlussfolgerungen gezogen.

00:02:44: die Befürchtungen dass Trump einmal mehr aggressiv eingreifen könnte nehmen zu.

00:02:49: Die kubanischen Streitkräfte, die seit nineteenhundertsechzig durchgängig mobilisiert sind befinden sich nun in höchster Alarmbereitschaft.

00:02:58: Die jährlichen Militärübungen für aktive Soldaten und Reservisten auf Kuba bekannt als Krieg des ganzen Volkes wurden ausgeweitet.

00:03:06: Andererseits sei jedoch daran erinnert dass man im US Pentagon in Planungsszenarien für militärische Maßnahmen gegen Kuba wiederholt zu dem Schluss gekommen ist dass die Kosten in Form von US-amerikanischer Opfer angesichts der Bereitschaft und Ausbildung der kubanischen Streitkräfte politisch nicht vermittelbar wären.

00:03:26: Dies könnte erklären, warum Trump oder Rubio insgesamt relativ wenige Äußerungen zu Cuba gemacht haben.

00:03:32: Im Großen und Ganzen neigen Fachleute zur Einschätzung eine offene Invasion sei nach wie vor unwahrscheinlich – noch schärfere Sanktionen!

00:03:42: Viel wahrscheinlicher ist die sehr reale Gefahr zusätzlicher Maßnahmen, um die Embargo-Daumenschrauben gegen die kubanische Wirtschaft weiter anzuziehen.

00:03:51: In Trumps erste Amtszeit waren über zweihundertvierzig solche Maßnahmen ergriffen worden.

00:03:56: Dadurch wurden Kubas Möglichkeiten Investitionen anzuziehen, harte Währung zu erhalten oder dringend benötigtes Öl und Lebensmittel zu importieren – weiter eingeschränkt.

00:04:06: Die Reichweite des Embargos dass nach wie vor überwiegend von den Vereinigten Staaten und Israel durchgesetzt wird, erstreckt sich mittlerweile über den gesamten Globus.

00:04:15: Da die komplexen Netzwerke auf die nicht-amerikanische Banken- und Versicherungsgesellschaften angewiesen sind, oft auch in den USA ansässige Unternehmen umfassen, die sich an US-Gesetze halten.

00:04:28: Das bedeutet, obwohl die meisten Regierungen das Embargo de Jure ablehnen akzeptieren ihre Banken es de facto!

00:04:36: Hinzu kommt die einseitige Einstufung Kubas als Terrorismus unterstützender Staat durch die USA.

00:04:42: Dies führte zum perfekten Sturm, dem sich Kuba in den Jahren two-tausend achtzehn bis zwei tausend zwanzig gegenüber sah – als Trumps erste Präsidentschaft, die Coronavirus-Pandemie das Ende der Präsidenschaft von Raúl Castro und die längst überfällige Zusammenlegungen der beiden kubanischen Währungen zusammenfielen.

00:05:02: Jüngst haben die USA im Zuge der Intervention in Venezuela gedroht, nicht nur die Öllieferungen aus Venezuela sondern auch aus Mexiko nach Kuba zu unterbinden.

00:05:11: Am neunundzwanzigsten.

00:05:13: Januar unterzeichnete Trump eine Verordnung um eine Blockade für alle Tanker mit dem Ziel Kuba durchzusetzen.

00:05:20: Dies stellte er als Notmaßnahme zum Schutz der Sicherheit der USA dar.

00:05:26: Mit derartigen Drohungen dürften die ohnehin schon sehr knappen Mengen an Treibstoff für Transport und Energie in Kuba weiter sinken.

00:05:32: Diese Engpässe sorgen seit Jahren für fast tägliche, demoralisierende und mittlerweile zu wutführende Stromausfälle auf Kuba – insbesondere auf dem Land und in den Provinzen im Landesinneren.

00:05:44: Andererseits könnte die Bedeutung des venezolanischen Öls für Kuba aber als zu hoch eingeschätzt werden.

00:05:50: Die venezolanischen Exporte, die seit Langem gegen kubanische Ärzte und andere Fachkräfte getauscht werden sind in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen da die US-Sanktionen Investitionen in die Ölinfrastruktur beeinträchtigt haben und Modernisierungen verschleppt wurden.

00:06:07: Angesichts dieses Rückgangs kauft Kuba inzwischen mehr Öl aus Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Spanien und außerdem Strom aus der Türkei in Form von Generatorschiffen.

00:06:17: Diese Maßnahmen reichen natürlich nicht aus decken aber bis zu fünfzig Prozent des kubanischen Bedarfs.

00:06:24: Dennoch wirken Trumps jüngste Andeutungen in Bezug auf mexikanisches Öl für Kuba und die Blockadeankündigungen für viele Kubanerinnen und Kubanern bedrohlich, der cubanische Patriotismus Neben Rubios Drohungen, Kubas Wirtschaft zu zerstören ist ein weiterer wichtiger Aspekt der aktuellen Krise die Tötung der Zweiunddreißig-Kubanischen Militärangehörigen Die Maduro bewachten als die US Streitkräfte in dessen Präsidentenpalast eindrangen.

00:06:53: Die Tatsache dass diese Soldaten allesamt tot sind lässt vermuten das.

00:06:57: die Leibwächter die Schwören mussten sich niemals zu ergeben von den Angreifern hingerichtet wurden.

00:07:02: Diese Nachricht hatte innerhalb Kubas einen ganz speziellen, vielleicht aber auch vorhersehbaren Effekt.

00:07:09: Seit Jahrzehnten zeigt die kubanische Bevölkerung eine überwiegend positive Meinung von der Außenpolitik ihres Landes – die auf aktiven Internationalismus in der ganzen Welt setzt.

00:07:19: Dazu gehört die Entsendung einer beträchtlichen Anzahl von Freiwilligen in andere Länder des globalen Südens unter anderem in den Bereichen Medizin, Wissenschaft, Bildung und Landwirtschaft.

00:07:30: Die positive Meinung blieb auch trotz der Verluste an Menschenleben, die manchmal damit einher gingen.

00:07:36: Insbesondere im Zuge der Befreiung Angolas von den von den USA unterstützten Invasionen Südafrikas zwischen nineteenhundertfünfundsiebzig und neunzehnhundertneinundachtzig bestehen.

00:07:49: Es ist keine Übertreibung zu sagen dass die meisten Kubanerinnen und Kubanern diese außenpolitische Strategie mit sehr viel Nationalstolz betrachten.

00:07:57: Dies zeigte sich insbesondere im Zusammenhang mit der Reaktion auf Covid-IX und andere Epidemien sowie auf Naturkatastrophen.

00:08:05: Viele Fachleute in Kuba sahen zum Zeitpunkt der Festnahme Madurus deutliche Anzeichen dafür, dass die meisten Kubanerinnen und Kubanern – selbst diejenigen, die der Regierung und Schrägstrich oder dem System kritisch gegenüberstehen – mit Entsetzen und Wut auf die Tötung ihrer Soldaten reagierten.

00:08:22: Große Menschenmengen zogen an den Sergen vorbei, nachdem die sterblichen Überreste nach Kuba zurückgebracht worden waren und nahmen am nächsten Tag an Massendemonstrationen in Havanna.

00:08:37: Diese Beteiligung schien zu bestätigen, was Beobachter auch in anderen Zusammenhängen feststellen.

00:08:42: Nämlich die – vielleicht auch nur rhetorische – Entschlossenheit der kubanischen Bevölkerung sich jedem Versuch der USA zu widersetzen Kubers politisches System durch Gewalt oder Drohungen umzugestalten.

00:08:54: Mit anderen Worten Die Todesfälle scheinen die Flammen des wohlbekannten und tief verwurzelten Kubanischen Nationalismus angefacht zu haben.

00:09:02: Es wäre nicht das erste Mal, dass ein US-Präsident das Leid der kubanischen Bevölkerung verschlimmert und dadurch für noch mehr Patriotismus sorgt.

00:09:12: Dieser Patriotismus hat die politische und ideologische Kultur Kubas schon lange geprägt – nach und auch schon vor der Revolution von Insbesondere in den nineteenhundertneunziger Jahren, zu Zeiten der harschen Sonderperiode.

00:09:27: mit Sparmaßnahmen die auf dem Zusammenbruch der Sowjetunion folgten wurde der Patriotismus zu einem Schlüssel für das durchaus bemerkenswerte Überleben des Systems.

00:09:37: Die jüngste Reaktion der kubanischen Öffentlichkeit auf die Aktionen der USA sollte daher nicht überraschen.

00:09:44: Sie könnte sogar ein Hinweis darauf sein dass das System mehr Unterstützung oder zumindest Toleranz genießt als viele bislang angenommen hatten.

00:09:52: Lokale Unterschiede.

00:09:55: Social-Media-Berichte über Proteste in Kuba haben die Wahrnehmung geschürt, ein Großteil der Bevölkerung sei unzufrieden.

00:10:02: Diese Berichte sind meist zutreffend – jedoch wird auch oft übertrieben.

00:10:06: Sie sollten mit Vorsicht betrachtet werden.

00:10:09: Erstens ist Havanna nicht mit dem Rest Kubas vergleichbar.

00:10:12: In der Hauptstadt sind sowohl offener Widerstand als auch relativer Wohlstand tatsächlich häufiger zu beobachten.

00:10:19: Im Rest Kubas leiden die Menschen hingegen meist stärker unter dem Mangel an Gütern und Energie.

00:10:24: Dennoch deutet die Stimmung außerhalb der Hauptstadt auf größere Unterstützung für das System hin.

00:10:29: Zweitens, obwohl die Kubanerinnen und Kubanern es seit Langem gewöhnt sind sich lautstark über Versorgungsengpässe, Warteschlangen-und Stromausfälle zu beschweren – und ihre jüngsten Frustrationen und ihre Wut echt sind scheinen die meisten dennoch bereit zu sein die Engpäsze zu tolerieren wenn auch mit Resignation.

00:10:49: Es scheint darüber hinaus immer noch genügend Menschen in Kuba zu geben, die die Vorteile und Errungenschaften schützen wollen, die ihnen das System gebracht hat.

00:10:57: Reaktionen auf die Maßnahmen des alten Feindes müssen vor diesem Hintergrund gesehen werden.

00:11:02: Alle Menschen in Cuba wissen indess dass die USA ihren Verwandten über Jahrzehnte hinweg Zuflucht- und materielle Möglichkeiten geboten haben.

00:11:11: Dies lässt sich unschwer in der mittlerweile erheblichen Abhängigkeit Kubas von Überweisungen der Immigranten ablesen.

00:11:17: Gleichzeitig haben viele aber auch das Gefühl, dass die US-Politik stets das Ziel hat durch Zwang-, Gewalt- und ökonomische Erpressung das Schicksal Kubas zu bestimmen.

00:11:29: Multiple Krisen.

00:11:38: Ich habe damals argumentiert, dass zwanzig bis dreißig Prozent der Bevölkerung das System aktiv unterstützten während etwa der gleiche Anteil entschieden dagegen war eine Schätzung die damals von einem prominenten Dissidenten bestätigt wurde.

00:11:57: Damit blieben vierzig- bis sechzig Prozent in der Mitte.

00:12:00: diese waren kritisch akzeptierten oder tolerierten das system aber trotz all seiner Mängel passiv.

00:12:07: ich sehe wenig Anlass dieser Einschätzung in Bezug auf die heutigen Realitäten in kuba wesentlich zu ändern.

00:12:13: Ich würde schätzen, dass die Werte heute eher bei zwanzig Prozent Befürwortern und fünfunddreißig Prozent Gegnern liegen.

00:12:20: Die Zeitweise auf vierzig Prozent ansteigen können – und etwa fünfundvierzig bis sechszig Prozent weiterhin in der passiven Mitte bleiben!

00:12:28: Die aktuelle Krise mag materiell nicht so tiefgreifend sein wie die in den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als die meisten Kubanerinnen und Kubana ernsthaft ein Ende des bestehenden Systems befürchteten.

00:12:39: Jedoch gibt es heute zwei entscheidende Unterschiede.

00:12:42: Der erste ist das Fehlen von Fidel oder Raúl Castro, denen viele Bewohner des Landes Vertrauen, Respekt- oder Eherbietung entgegenbrachten.

00:12:51: Den Mitgliedern der Führung ab im Jahr zwei Tausend achtzehn fehlt es an historischer Legitimität und Autorität – und sie scheinen nicht in der Lage zu sein den allgemein wahrgenommenen materiellen Niedergang aufzuhalten.

00:13:03: Trotzdem ist die eigentliche Krise in Kuba derzeit eher politischer als materieller Natur.

00:13:08: Der auffällige Anstieg des Straßenverkehrs in Havanna deutet zumindest auf eine beträchtliche Vermögensbildung dorthin.

00:13:15: Es sind deutlich mehr Waren verfügbar als in den nineteenhundertneunziger Jahren.

00:13:20: Für die meisten Kubaner besteht die größte Herausforderung derzeit eher darin, dass solche Waren vergriffen sind oder das ihre Preise deutlich steigen.

00:13:29: Der zweite Unterschied ist ebenfalls politischer Natur Die Entfremdung der Jugend und die Auswanderung von über einer halben Million junger Menschen innerhalb weniger Jahre.

00:13:39: Die Massenauswanderungen der nineteenhundertsechziger Jahre hatten noch gewisse Vorteile für die Regierung, wie das Freiwerden von bezugsfertigen Wohnungen für viele Arme und die Schwächung jeglicher organisierten Opposition.

00:13:52: Die jungen Kubaner von heute hingegen sind seit nineteenhunderteinundneunzig in einem leider sehr kagen Kuba aufgewachsen und erhalten ihre Informationen viel eher über ausländische soziale Medien als ihre Eltern- und Großeltern.

00:14:06: In Folge dessen teilen sie weniger das Vertrauen der älteren Generation in das System und neigen eher dazu, die Verantwortung für die Misere bei der eigenen Regierung statt bei den USA zu sehen.

00:14:18: Das geht teilweise bis zu einem Punkt, dass die unbestreitbaren Belege für die Auswirkungen des Embargos angezweifelt werden.

00:14:25: Es scheint in dieser Hinsicht eine Entfremdung zwischen den Generationen zu geben.

00:14:30: Andererseits deuten die zahlreichen jüngeren Kubaner, die an den jüngsten Demonstrationen und Kundgebungen im Zuge der Morde in Caracas teilgenommen haben.

00:14:39: Daraufhin, dass es andere Ansichten gibt – und das der Patriotismus auch unter jungen Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist!

00:14:47: Der Faktor Trump Seit zwölf genießen Auswanderer die gesetzliche Freiheit, nach Kuba zurückzukehren.

00:14:56: In den Vereinigten Staaten, nach wie Vor das Hauptziel für kubanische Emigranten und in vielen anderen entwickelten Regionen der Welt, herrscht heute ein weniger einladendes Klima für Migranten.

00:15:07: Daher könnten junge Menschen die kürzlich ausgewandert sind durchaus auf die Insel zurückkehren – sei es aus Zwang oder aus freier Entscheidung.

00:15:16: Allerdings bringen sie möglicherweise eine andere Sichtweise auf das Kubanische System mit oder sind nach wie vor frustriert über das Kuba dass sie zuvor verlassen hatten.

00:15:26: Darüber hinaus hat das Leben in der Florida Bubble bei vielen Immigranten für eine veränderte Einstellung zu Heimat gesorgt.

00:15:33: Selbst wenn sie vor ihrer Auswanderung unpolitisch waren, scheinen Sie die Werte und Ansichten der kubanisch-amerikanischen Community schnell zu übernehmen.

00:15:42: Die letztendlichen Dimensionen der aktuellen Krise sind schwer vorherzusagen aber die unterdruckstehende und viel kritisierte kubANische Führung ist sich der Probleme bewusst und merkt dass sie dringend angegangen werden müssen.

00:15:55: Zeitgleich gibt es Anzeichen dafür, dass Kubas Kultur des tief verwurzelten Patriotismus letztendlich dazu führen könnte, das einige Menschen zukünftig wieder weniger System kritisch werden als derzeit.

00:16:08: Ebenso könnten kubanische Immigranten in den Vereinigten Staaten weniger feindselig gegenüber der alten Heimat sein als frühere Migrationsgenerationen.

00:16:18: Letztendlich hängt dies davon ab wie sie und ihre Familien auf- und außerhalb der Insel die Politik der USA wahrnehmen und ob es der kubanischen Regierung gelingt, Alternativen zum Umgehen des Embargos zu finden.

00:16:31: Die kommenden Monate und Jahre werden somit herausfordernd und prägend sein – und das unberechenbarste Element in der gesamten kubанischen Gleichung ist natürlich welche Kurzschlussentscheidungen Donald Trump fällt!

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