Mit Grönlands Ressourcen lassen sich keine schnellen Profite machen

Shownotes

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00:00:00: Mit Grönlands Ressourcen lassen sich keine schnellen Profite machen.

00:00:05: Grönland verfügt über riesige Rohstoffreserven, doch sie lassen sich nicht so leicht ausbeuten, wie Donald Trump vielleicht denkt.

00:00:12: Ausländische Unternehmen würden längst in großem Stil abbauen, wären da nicht das raue Klima und die mangelnde Infrastruktur.

00:00:20: Von Lukas Slothus Übersetzung von Tim Steins In Folge des erneuten Säbelrasselns der USA über Grönland sind die natürlichen Ressourcen der riesigen Insel wieder Thema.

00:00:33: Ziemlich genau ein Jahr nachdem der damalige US-Sicherheitsberater Michael Walz gesagt hatte, es geht um wichtige Mineralien, es geht um natürliche Ressourcen.

00:00:44: Grünland verfügt sowohl über fossile Brennstoffe als auch über bedeutende Mineralien.

00:00:49: Vor Ort finden sich mindestens twenty-fünf der vierunddreißig Rohstoffe, die die Europäische Union als kritisch einstuft.

00:00:57: Mit dem EU-Gesetz zu kritischen Rohstoffen aus dem Jahr soll die Versorgungssicherheit Europas mit diesen Rohstoffen verbessert werden.

00:01:05: Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch die EU wollen die Dominanz Chinas in diesem Bereich schwächen.

00:01:12: Darüber hinaus wurden vor den Ost- und Westküsten Grönlands riesige Ölvorkommen entdeckt.

00:01:17: Der Wert dieser Ressourcen ist schwer einzuschätzen, da die Preise für Öl und kritische Rohstoffe stark schwanken.

00:01:24: Wie bei Venezuelas Öl wird es auf jeden Fall viel Geld kosten, die Infrastruktur aufzubauen.

00:01:30: die für den Abbau der natürlichen Ressourcen Grönlands nötig wäre.

00:01:34: Bergbau und fossile Brennstoffprojekte sind kapitalintensiv.

00:01:37: Sie erfordern große Vorabinvestitionen mit langen Vorlaufzeiten, bevor die Projekte Gewinne abwerfen.

00:01:43: Außerhalb der Hauptstadt Nuk gibt es in Grönland fast keine Straßeninfrastruktur und nur wenige Tiefwasserhäfen für große Tanker- und Containerschiffe.

00:01:52: Überall auf der Welt können private Bergbau- und fossile Brennstoffunternehmen öffentliche Infrastruktur wie Straßen, Häfen, Stromerzeugung, Wohnraum und Fachkräfte nutzen, um ihre Aktivitäten rentabel zu machen.

00:02:07: In Grünland wären hingegen riesige Investitionen nötig, bevor die erste Ladung Mineralien oder das erste Barrelöl gefördert werden könnte.

00:02:15: So steht die lokale Regierung vor einem klassischen Dilemma.

00:02:20: Soll sie multinationalen Privatkonzernen die Förderung überlassen und damit den Großteil der Einnahmen verlieren?

00:02:27: Oder soll sie auf staatliche Kontrolle bestehen?

00:02:29: Im Gegenzug aber Schwierigkeiten bekommen, das notwendige Kapital und die staatlichen Kapazitäten für die Förderung aufzubringen.

00:02:38: Bergbau in Grönland.

00:02:41: Das Grönland immense Bodenschätze beherbergt, ist schon seit einiger Zeit bekannt.

00:02:46: Im April, twenty-fünfundzwanzig, strahlte der dänische Staatsfernsehsender DR eine Dokumentation aus, die aufzeigte, wie Dänemark jahrelang Gewinne aus einer Kryolithmine in Grönland abgezogen hat.

00:03:00: Die Sendung hat zu einer veritable politischen Krise geführt, da sie die von vielen vertretene Auffassung widerlegte, Grönland sei finanziell von Dänemark abhängig.

00:03:09: Tatsächlich sind Bodenschätze ein wichtiges, aber auch sensibles Thema in den Beziehungen Grönlands zum Rest der Welt.

00:03:17: Seit Jahrzehnten versuchen ausländische Unternehmen auf der Insel eine rentable Bergbauindustrie aufzubauen, bisher jedoch ohne nennenswerten Erfolg.

00:03:26: Entgegen den Behauptungen von Trump haben US-amerikanische Unternehmen schon seit Langem die Möglichkeit, in den Bergbausektor Grönlands einzusteigen.

00:03:36: Aufgrund der hohen Kapitalkosten und der extrem rauen klimatischen Bedingungen hat aber bislang kein Unternehmen mit kommerziellen Bergbauaktivitäten begonnen.

00:03:45: Grönlands Ministerin für natürliche Ressourcen, Naya Nathanielsen, sagte im Jahr im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr-Zwischen, sagte im Jahr im Jahr-Zwischen zur Abhängigkeit des Landes von der alles dominierenden Fischerei-Industrie.

00:04:01: Doch in den letzten Jahren hatte die sozialistische Regierung Grönlands unter der Partei Inuit Atacatigiit den Uranabbau aus Umweltschutzgründen verboten.

00:04:09: Das australische Unternehmen Energy Transitions Minerals, ETM, verklagte Grönland und Dänemark auf seventy-sech Milliarden Kronen, gut zehn Milliarden Euro, Schadensersatz.

00:04:21: Das entspricht fast dem Vierfachen des BIP Grönlands.

00:04:24: Das Bergbauunternehmen gab an, durch die Einstellung seines Uhranprojekts in Kuanasuit-Quarnefjeld, um zukünftige Gewinne gebracht worden zu sein.

00:04:34: Die dänischen Gerichte haben die meisten Forderungen von ETM als unbegründet abgewiesen.

00:04:39: Es gab Berichte, ETM könnte Insolvenz anmelden und damit möglicherweise die Zahlung der hohen Anwaltskosten umgehen.

00:04:47: In einer Erklärung betonte ETM, seine Tochtergesellschaft GM sei über ein Jahrzehnt lang in enger Zusammenarbeit mit der grönländischen und der dänischen Regierung in gutem Glauben tätig gewesen.

00:04:59: Beide Regierungen hätten GM genutzt, um Grönland als sicheren Standort für Bergbauinvestoren zu bewerben.

00:05:06: Forschungsarbeiten aus dem Jahr twenty-fünfundzwanzig bezeichnen das Verhalten des Unternehmens als vorgetäuschte Opferrolle.

00:05:14: Dabei würden Konzerne sich selbst als Opfer unfairer Prozesse deklarieren oder positionieren.

00:05:20: anstatt als die mächtigen profitorientierten Akteure, die sie sind.

00:05:24: Bohrungen auf Grönland würden derweil auch Auswirkungen in Kopenhagen haben.

00:05:29: Grönland hat ein Abkommen mit Dänemark über die Aufteilung der Bergbaugewinne.

00:05:33: Im Rahmen der schrittweisen Autonomieübertragung von Dänemark an Grönland hat Letzteres inzwischen das alleinige Eigentum an seinen natürlichen Ressourcen.

00:05:42: Dänemark stellt jedoch einen jährlichen Pauschalzuschuss von drei Komma neun Milliarden Kronen etwa die Hälfte des Staatshaushalts Grönlands, zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft bereit, die überwiegend aus Fischerei besteht.

00:05:56: Dänemark kann seinen Pauschalzuschuss um fünfzig Prozent der Bergbaugewinne kürzen, was im Wesentlichen bedeutet, dass die Bergbaugewinne bis zur Höhe des Pauschalzuschusses zugleichen Teilen zwischen den beiden Ländern aufgeteilt werden.

00:06:09: Kürzlich hat das australisch-amerikanische Unternehmen Critical Metals die Baugenehmigung für ein dauerhaftes Büro für sein Tanbrace-Projekt erhalten.

00:06:18: Das seltene Minerale, darunter auch schwere seltene Erden, im Süden Grönlands fördern soll.

00:06:25: Ebenso hat das Bergbauunternehmen Amarok bekannt gegeben, die USA würden erwägen, über die US-Export-Importbank, Ex-Im, in seine Bergbauprojekte im Süden Grönlands zu investieren.

00:06:37: Sollte dieser Staatskredit genehmigt werden, wäre dies tatsächlich Trumps erster Kredit für ein Bergbauprojekt im Ausland.

00:06:45: Macht statt Rohstoffe.

00:06:49: Eine kürzlich erlassene Verordnung von Trump, sieht fünf Milliarden US-Dollar für die Unterstützung von Bergbauprojekten vor, die für die nationale Sicherheit wichtig sind.

00:06:58: Das zeigt, wie eng die Rohstoffindustrie und militärische Interessen miteinander verflochten sind.

00:07:05: Dennoch bleibt die Förderung fossiler Brennstoffe auf Grönland in der näheren Zukunft eher unwahrscheinlich.

00:07:11: Eine Mehrheit im Parlament befürwortet das two-tausend-einundzwanzig erlassene Verbot aus Umweltschutzgründen nach wie vor.

00:07:18: Außerdem ist die Förderung fossiler Brennstoffe in Grönland angesichts der volatilen Öl- und Gaspreise sowie der klimatischen und infrastrukturellen Herausforderungen selbst im Falle einer vollständigen Übernahme durch die USA unwahrscheinlich.

00:07:33: Es gibt viele Gründe, warum die Trump-Regierung die Arktis dominieren möchte, nicht zuletzt, um ihre relative Machtposition gegenüber Russland und China zu stärken.

00:07:43: Die Gewinnung natürlicher Ressourcen dürfte hingegen keine zentrale Rolle spielen.

00:07:47: Darüber hinaus unterhalten die Vereinigten Staaten im Rahmen eines Verteidigungsabkommens mit Dänemark bereits Militärstützpunkte in Grönland.

00:07:56: Somit ist es wahrscheinlicher, dass die jüngsten Forderungen der USA ein weiterer Schritt bei der Rückkehr zu imperialistischen Ambitionen ist.

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